Diagonaler Oberhau

Es gibt nicht den Hau, sondern vielmehr für jede Situation die entsprechende Variante. Es sollte aber unterschieden werden zwischen dem Ideal-Hau und jeweiligen Adaptionen. Die Ideal-Bewegung bildet den kleinsten gemeinsamen Teil aller möglichen Variationen, ist kraftsparend und taktisch weitgehend neutral. Beim Oberhau ist dies der durchgezogene Hieb mit linearer Beinarbeit. Der durchgezogene Hau gibt dem Übenden die beste Rückmeldung, ob die Schlaglinie eingehalten wurde. Prinzipiell gilt hier der Satz „Vom Einfachen zum Schweren“.

Trefferzone: Schulter oder Kopf

Der rechte Oberhau

Ein diagonaler Hieb von rechts oben nach links unten.

Eingangshut: Die rechte Hut vom Tag
Das Gehilz befindet sich rechts neben dem Kopf, der Ort zeigt leicht nach hinten und die Lange Schneide noch vorne.

Der linke Oberhau

Ein diagonaler Hieb von links obens nach rechts unten.

Eingangshut: Die linke Hut vom Tag
Das Gehilz befindet sich links dem Kopf, der Ort zeigt leicht nach hinten und die Lange Schneide noch vorne.

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Beinarbeit: Wechselschritt

  • Linear: Wenn es darum geht, den Gegner zu treiben und/oder schnell mit den Beinen vor und zurück zu kommen
  • Leicht zur Seite: Hier wird die Linie besser geschlossen und man ist selbst besser durch die Waffe gedeckt.

Video:

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Den Oberhau gibt es in verschiedenen Varianten:

1.) Die Grundform: durchgezogen

Endhut: Wechselhut
Das Schwert befindet sich auf der linken bzw. rechten Seite, der Ort ist nach außen und Richtung Boden gerichtet, die kurze Schneide (der Hand zugewandt) ist nach vorne gerichtet.

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2.) Ins „Hängen“

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beinarbeit-wechselschritt-var

Beachte:

  • Lass den Ort nicht beim Hieb nach unten sinken, sondern vor dem Gesicht des Gegners stoppen.
  • Behalte bei diagonalen Hieben die Klingenneigung (zur Seite) bei, sonst ist Deine Schlaglinie nicht mehr geschlossen.

3.) Sonderform „Geschoben“

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Im Vergleich:

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Hinweise zur Ausführung

Der Oberhau ist ein typischer Eröffnungshau. In den Quellen wird empfohlen, als Rechtshänder zuerst von der rechten Seite anzugreifen und entsprechend umgekehrt.

In den Quellen

Hs.3227a (‚Döbringer‘), 14. Jahrhundert
„Wenn du als Rechtshänder im Zufechten zum Gegner kommst und glaubst, ihn treffen zu können, so hau den ersten Hieb nicht von der linken Seite. Denn da bist du schwach und kannst nicht dagegen halten, wenn er dir stark darauf bindet. Darum hau von der rechten Seite: dann kannst du stark am Schwert arbeiten und alle Techniken einsetzen, die du willst.“

 

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