Grundhiebe & Stöße

Huten und Hiebe

Im Langschwertfechten charakterisiert die einfachen Hiebe auch ihre Schnittkomponente. Somit ist für den Fechter nicht nur wichtig wo er trifft, sondern auch, welchen Weg seine Klinge dabei zurücklegt! Um dies zu systematisieren und zu trainieren wurde damals der Hieb in drei Beriche unterteilt:

  • Eingangsstellung
  • Hiebbewegung
  • Endstellung

Eine Stellung wurde als „Hut“ bezeichnet. Jedoch sprechen wir hier nicht über statische Positionen. Bei den Huten handelt es sich in der Regel um Durchlaufpositionen. Sie zeigen dem Fechter, von wo aus und mit welchem Winkel er seine Waffe auf das Ziel bringen muss und wohin er sie dann zu bewegen hat.

Acht Grundhiebe

Erweitert werden diese Techniken um die fünf „Verborgenen Hiebe“, Stöße und zahlreiche andere.

Körperdynamik

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Dieser Idee folgend wird des Weiteren empfohlen, die Grundhiebe wie auch einen Großteil der „Verborgenen Hiebe“ mit einem Wechselschritt auszuführen.

In den Quellen

Cod. 44.A.8 (‚Danzig‘), 15. Jahrhundert
„Merke: Das ist die erste Fähigkeit des Langen Schwertes: Vor allen Dingen sollst du die Hiebe lernen, richtig zu führen: (…) Wenn du von der rechten Seite haust, sorge dafür, dass du mit dem rechten Fuß dem Hau nachfolgst. Das gleiche tue auch, wenn du von der linken Seite haust. So befindet sich dein Körper im Gleichgewicht und die hiebe werden lang und richtig gehauen.“

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In den Quellen

Cod. 44.A.8 (‚Danzig‘), 15. Jahrhundert
„Wenn du mit dem linken Fuß vorn stehst und haust von deiner rechten Seite und folgst dann dem Hau nicht nach mit einem Schritt deines rechten Fußes, so ist der Hau falsch und unwirksam. Denn deine rechte Seite bleibt dabei hinten und dadurch wird der Hau zu kurz und kann nicht auf seinem rechten Weg zu der anderen Seite vor dem linken Fuß geführt werden. Stehst du mit dem rechten fuß vor und haust von der linken Seite, ohne mit dem linken fuß nachzufolgen, so ist der Hau abermals falsch.“

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