„Mensur“ (lat. mensura = Messen, Maß) bezeichnet den Fechtabstand. Dieser lässt sich z.B. dadurch definieren, welche Beinbewegungen zum Erreichen des Gegners nötig sind. Hierbei geht man von einer Standard-Beinbewegung aus – also dem Wechselschritt.

In der europäischen Fechtkunst ist die Kontrolle des Fechtabstandes mit der wichtigste Part!

Weite Mensur

Die Klingen berühren sich hier zunächst nicht. In der Weiten Mensur erreicht man den Gegner mit der Klinge durch eine zusammengesetzte Beinbewegung, also z.B. Wechselschritt und Fechtschritt.

Die weite Mensur ist in der Regel die Mensur, in welcher Freikämpfe beginnen.

Mittlere Mensur

Die Klingen berühren sich hier im oberen Drittel. In der Mittleren Mensur erreicht man den Gegner mit der Klinge durch eine einfache Beinbewegung, klassischerweise durch einen Wechselschritt oder Ausfallschritt.

Diese Mensur muss im Freikampf überwunden werden, um den Gegner zu erreichen. Im Unterricht eignet sie sich zum Techniktraining.

Nahe Mensur

In der Nahen Mensur kann man den Gegner direkt mit der Klinge erreichen. In diese Mensur begibt sich nur einer der beiden Fechter freiwillig. Man nennt dies: die Mensur „stehlen“ oder „brechen“.

Enge Mensur

In der Engen Mensur ist man in der Lage, den Gegner mit dem Knauf oder den Händen zu erreichen. Das Ringen am Schwert findet in dieser Mensur z.B. Anwendung.

Diese Mensur nimmt eine Sonderstellung ein, da hier die Vorteile des Langen Schwertes kaum noch zum Tragen kommen. Im Laufe der Geschichte verlor die Enge Mensur immer mehr an Bedeutung.